Der Maulbeerbaum: Hegen, pflegen und vermehren

Aus der Familie der Wildgehölze ist der Maulbeerbaum in verschiedenen Arten zu finden. Drei davon sind: Der weiße Maulbeerbaum (lat.: Morus alba), der Schwarze Maulbeerbaum (lat.: Morus nigra) und der, aus Nordamerika stammende, Rote Maulbeebaum (lat.: Morus rubra). Leicht zu erkennen sind die verschiedenen Sorten durch die Farbe Ihrer beerenartigen Früchte.

Eine weitere Sorte des Maulbeerbaumes ist der Platanenblättrige Maulbeerbaum (Morus alba Macrophylla).

Unerwarteter weise gehören diese Maulbeeren aus botanischer Sicht zu den Nussfrüchten. Ursprünglich wurde der Maulbeerenbaum kultiviert, um Seidenraupen zu züchten. Erste Aufzeichnungen lassen auf den Transport von Maulbeerbäumen aus Vorderasien nach Griechenland schließen. Diese geschahen bereits 400 v.Chr. Später ging die Verbreitung weiter über Mittelitalien bis Mittel- und Nordeuropa. Die zuverlässige Fruchtbildung machte den Maulbeerenbaum auch in der jetzt deutschen Region beliebt. Alle Maulbeerensorten lassen sich zu Ein, Kompott, Gelee, Säften oder einfach zu Trockenfrüchten weiterverarbeiten. Gerade die schwarzen Maulbeeren schmecken süß und intensiv.

Wie sieht der Maulbeerbaum aus?
Mit einer Höhe von bis zu 15 Metern und einer knubbeligen Wuchsform ist der Maulbeerbaum besonders auffällig, er ist sommergrün und bevorzugt warme Temperaturen. Da Maulbeerbäume eher chaotisch wachsen, sind Sie oft abgesondert gepflanzt. Als guter Schattenspender findet man Ihn auch gerne als Baum im privaten Garten oder auf öffentlichen Plätzen. Die besonders schmackhaften Früchte wachsen ungleichmäßig und können nach der Blüte im Mai von Anfang August bis Ende September gepflückt werden.

Wie sorge ich für den Maulbeerbaum?
dermaulbeerbaumZu Beginn steht der Pflanzort: Dieser ist im Idealfall ein vollsonniger Ort, mit durchlässigem, nährreichem Boden. Der Pflanzplatz sollte jedoch zumindest halbschattig sein, und darf etwas kalkhaltig sein. Maulbeerbäume stecken einiges weg. Sogar Innerstädtisches Klima, Hitze und karge Böden kann er überleben. Sollte der Maulbeerbaum im Topf herangezogen oder gehalten werden, so muss er bei vollem Laub oft und großzügig gegossen werden. Im Garten sollte ein Maulbeerbaum bei großer Sommerhitze bis zu zweimal pro Woche gegossen werden. Um für Ideale Konditionen zu sorgen und eine leckere reichliche Ernte zu erzielen sollte er gedüngt werden. Entweder mit Langzeitdünger im Frühling und Frühsommer oder mit Kompost beziehungsweise organischem Langzeitdünger im März und Juni.

Wie schneide ich Maulbeeren?
Generell ist es nicht notwendig dieses Wildgehölz zu schneiden. Bei Bedarf kann jedoch die Größe der Krone und ihre Verzweigung durch einen Schnitt im März gesteuert werden. Es ist kein besonderes Schneiden notwendig, da Maulbeerbäume sowohl am alten als auch am jungen Holz Früchte tragen. Das beschneiden und ausrichten sollte trotzdem in der Jungphase des Baumes getan werden. Zur Stammbildung sollte ein Trieb genommen werden, da der Maulbeerenbaum in der Regel zu einem Baumartigen Strauch heranwächst. Sollte man einen kleinen Maulbeerenbaum bevorzugen kann man im März bis April die frischen Triebe je um ein paar Zentimeter kürzen.

Wie züchte ich den Maulbeerenbaum?
Zum Vermehren setzt man im Winter Stecklinge. Diese werden aus großen und gesunden Ästen des Baumes geschnitten. Zur Zucht als Bonsaibaum verwendet man Samen oder das Abmoosen zur Vermehrung. Am leichtesten bekommt man einen ersten Baum in einer Baumschule.

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